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Seite 1 von 5 " Der Atem ist der beste Freund des Menschen " Ludwig Schmidt
Einleitung
Der Erfahrbare Atem - ein ganzheitlicher Entwicklungsweg
nach Prof. Ilse Middendorf ®
Atem als Träger der Lebenskraft berührt körperliche, seelische und geistige Bereiche, reagiert auf alles, was uns innerlich und äußerlich bewegt.
Ein Schwerpunkt der Atemarbeit ist es, das Gespür für die naturgemäßen Funktionsweisen des Organismus zu entwickeln.
- " Eingefahrene Atemformen " können erlebt und in ihrer Bedeutung erfahren,
- " Atemfehlformen " erkannt und gewandelt werden.
Die praktische Atemarbeit beruht auf "Atemerfahrungen", die der Übende mit bestimmten "Atemweisen " macht.
Wir lernen unseren Atem kennen, ohne dessen Ablauf zu stören. Wir lernen zu unterscheiden, zwischen der unbewussten Atemfunktion und dem vom Willen eingesetzten Atem, und dem Erfahrbaren Atem.
- Der Erfahrbare Atem wird in Gruppenarbeit
- und Einzelbehandlung vermittelt.
Einfache Bewegungsabläufe im eigenen Rhythmus, in Ruhe und Bewegung, geben die Möglichkeit, im Atem die Sprache des Körpers zu erlauschen. Die Druckpunktarbeit und das Tönen mit Vokalen und Konsonanten unterstützen uns dabei, die Empfindungsfähigkeit für unseren Körper zu entwickeln. Eine größere Durchlässigkeit für den Atem wird erreicht. Körperliche und seelische Verspannungen können sich lösen, ein Gleichgewicht unserer Spannungsverhältnisse erlebt werden. Selbstheilungskräfte, Kreativität, Selbstausdruck und Lebensfreude werden geweckt und gestärkt. Selbstvertrauen kann sich entfalten.
- Die Übungsweisen lassen sich gut in Beruf und Alltag integrieren.
In der atemtherapeutischen Einzelbehandlung kann ebenfalls in der beschriebenen Weise gearbeitet werden, indem bestimmte Empfindungs- Atemspür- und Bewegungsweisen angeboten werden.
Überwiegend findet in der Einzelbehandlung die Atemarbeit an der Atemliege statt. Dies sieht im Allgemeinen so aus, dass die Person vollständig bekleidet auf einer Liege liegt und die Atemlehrer/in über bestimmte massageähnliche Griffe die Person in ihrem Atem anspricht. Wir wollen den Atem des Menschen erreichen, versuchen z B über ein Lösen der Muskulatur ein Sich- Ausbreiten der Atembewegung in einem bestimmten Körperraum zu ermöglichen. Die liegende Person soll sich möglichst ganz auf das Atemgeschehen einlassen, d.h. ihren Atem nicht kontrollieren oder manipulieren, sondern ihn zulassen und mögliche auftauchende Empfindungen und Gefühle wahrnehmen.
Wenn dies gelingt, dann kann sich ein " Atemgespräch " ergeben.
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